
Die Macher
Jens Wohlrab (Journalist), Jahrgang 1961, wurde in Dinslaken geboren und studierte in Münster Publizistik, Germanistik und Geschichte. Nach dem Examen volontierte er beim neu gegründeten RTL-Studio in Leipzig und wurde bereits nach einem knappen Jahr Redakteur. In den drei Jahren arbeitete er hauptsächlich für RTL-Aktuell, Punkt 12 und das damalige Morgenmagazin.
Nach drei Jahren kündigte Wohlrab den sicheren Job, weil ihn das damalige private Format-Fernsehen zu sehr einengte.
1999 gründete Wohlrab mit ehemaligen Kollegen des aufgelösten RTL-Studios die Medienproduktion »newsdoc« und etablierte die Firma als Partner des MDR. Ab 2001 konnte er sich endlich längeren Formaten widmen. Es entstand der erste Vierteiler für das Hauptabendprogramm »Notruf Tierklink«, Vorläufer heutiger Sendereihen.
2002 erregte er Aufsehen mit der Dokumentation »Wenn Ärzte Fehler machen«. Der Film wurde zuerst bei NDR und auch bei 3Sat, Phönix, Arte und in Österreich ausgestrahlt.
Im Jahre 2003 startete Wohlrab sein bislang aufwendigstes Projekt: die zwölfteilige Serie »DDR Privat«. Sie stieß auf ein bundesweites Medienecho. In den 30-minütigen Dokus schilderten Schmalfilmer ihre Sicht auf das Leben in der ehemaligen DDR – zu bestimmten Themen wie Urlaub, Mode oder Freizeitgestaltung. Die ungewöhnliche Montagetechnik der Filme wurde danach oft kopiert.
»DDR Privat« wurde in anderen ARD-Sendern, bei 3Sat, Phönix, Arte, dem ORF, dem SF, in Holland und Luxemburg gesendet.
2003 reiste er dann auch das erste Mal nach Havanna. Ein Jahr später lernte er den dort lebenden Kameramann und Dokumentarfilmer Jochen Beckmann kennen. Die Beiden lieferten seitdem in regelmäßiger Folge Magazin-Beiträge für den MDR, u.a. für »Brisant«, »Hier ab vier« und »Dabei ab zwei«.
Jochen Beckmann (Kameramann), Jahrgang 1959, lebt seit nunmehr 14 Jahren in Havanna und ist in Kuba seit 1998 fest für das deutsche Fernsehen akkreditiert. Er arbeitet für alle öffentlich-rechtlichen Sender, aber auch für geo-tv und Spiegel-TV. Einen Namen machte er sich durch atemberaubende Aufnahmen für die Spiegel-TV-Reportagen »Rio von oben« und »Mexiko von unten«, die zudem zeigen, dass sein Arbeitsgebiet sich nicht allein auf Kuba beschränkt.
Für die bekannte Reihe »ZDF-History« lieferte er ebenso Material für einen 45-Minuten-Film wie für »geo-tv360°«.
Seine perfekten Spanisch-Kenntnisse und ein Netzwerk zu Personen des öffentlichen und kulturellen Leben ermöglichen ihm manchen Zugang, den andere vergeblich suchen. Seit einigen Jahren betätigt er sich auch als Co-Regisseur, so für zwei 30-Minuten-Reportagen des SWR-Magazins »Auslandsreporter«. Für den MDR produzierte er als Autor und Kameramann den Beitrag »Zauberflöte in Havanna«. In gleicher Funktion agierte er für »arte-lola«, das Frauenmagazin.
Zuletzt sah man seine Bilder in der beeindruckenden, abendfüllenden Dokumentation »Tropicana Cabaret – ein Blick hinter die Kulissen« auf Arte, im März 2009.
Christian Sommer (Maler). Das malerische Handwerkszeug hat sich Christian Sommer gründlich erarbeitet. Nach einer Ausbildung als Graphiker war er etliche Jahre als Modezeichner tätig. Aus dieser Zeit hat er die schnelle Auffassung eines Motivs in seine Malerei übernommen. Doch »platte Modeschönheit« war ihm schon bald als Thema zu eintönig und so entstanden erste freie Arbeiten.
Christian Sommer sieht sich auch heute in erster Linie als Handwerker, der den Gegenständen einen neuen Ausdruck verleiht - ohne tiefgründige oder politische Intention des Künstlers. Er legt nur malerisch frei, was den Gegenständen sowieso inne wohnt! Nach einer Phase mit teils sehr reduzierten und teils »überschwänglichen« Stillleben hat er sich in den letzten Jahren bewegten Motiven zugewandt: Besonders fasziniert ist Christian Sommer von den Menschen auf Kuba, die er in vielen Straßen- und Tanzszenen festgehalten hat. Er fängt für den Betrachter die Bewegung und den Tanz als Ausdruck authentischer Lebensfreude ein. Aus dieser Faszination heraus entstand die Idee zum Film »Baila!«
Seit ca. 20 Jahren stellt Christian Sommer öffentlich aus. Neben den Originalen, für die Sommer einen festen Kundenstamm und zahlreiche Liebhaber im In- und Ausland hat, werden verschiedene Motive erfolgreich als limitierte Kunstdrucke verlegt (http://www.ch-sommer.de).
Gerd Eberwein (Produktionsleitung) Um diese Idee »Baila! Kuba tanzt«, endlich zu verwirklichen, gewann Christian Sommer seinen langjährigen Freund Gerd Eberwein als Partner und Co-Produzent. Beide waren vor Ort und von Drehbeginn bis zum Schnitt mit großem Engagement entscheidend beteiligt.